Dienstag, 28. Oktober 2008

Prall gefüllte Einfalt

Zu Peer Steinbrücks Interviews und der Bewunderung männlicher Potenz durch Eunuchen


Peer Steinbrück hat zur Lösung der gegenwärtigen Wirtschaftskrise nichts beigetragen, mit Ausnahme dass er seine wirtschaftlich erschreckend unbedarfte Kanzlerin (wofür man in einem missionarischen DDR-Pfarreshaushalt kein Gespür entwickeln konnte) an die Hand genommen hat, als man den von anderen längst eingeschlagenen Wegen zur Abmilderung der Krise hinterher hastete (und zwar so schnell, dass man ihren verspäteten Start kaum erkennen konnte): von 'unsere Banken seien gut aufgestellt', 'es handle sich um ein amerikanisches Problem', 'man solle die Probleme dort lösen, wo sie entstanden seien (in Ablehnung eigener Maßnahmen)', bis zum zusammen mit Russland und dem Iran angestimmten Jubel, 'die Zeiten US-amerikanischer Vorherrschaft seien nun vorbei'. Das hört das deutsche ahnungslose Publikum gerne, an Wahrheit selber wenig interessiert. Und bis heute hat Steinbrück ersichtlich nichts dazu gelernt, wenn er von Konjunkturprogrammen zum Investieren in Wärmedämmung für Häuser und saubere Umwelt faselt angesichts des zusammenbrechenden deutschen Automarkts und der mittlerweile ganz speziell deutschen Finanzprobleme (25 % aller Verluste Islands werden deutsche Banken tragen, so an die 20 Milliarden € und wahrscheinlich auch die Kehrseite der fehlgegangenen VW-Spekulation der Leerverkäufer, deutsche Banken sichern 300 Milliarden USD der Hedge-Fonds ab, die USA nicht viel mehr als 150 Milliarden), um nur den Anfang zu nennen. Weiter so Herr Minister, solche Beurteilungskraft geht uns ab, auch zu dem Verfall des Euros um 25 % binnen weniger Wochen allein gegenüber dem Dollar ( deutsche Banken haben für 4.600 Milliarden USD Auslandsschuldner, französische für 4.000 Milliarden USD und die wirtschaftlich viermal so starke USA nur 1.800 Millliarden USD - dämmert Euch eine der Ursache, warum der Euro so verfällt?). Ersichtlich hat Steinbrück den frenetischen Beifall auf dem SPD-Partei-Tag ernst genommen, dabei die Bewunderung männlicher Potenz durch Eunuchen offensichtlich überschätzend.

Marode Säulen

Konzentriert die Landesbanken!


Die Diskussion über das Schicksal der Landesbanken ist mehr als angezeigt. Wir reden von einer Weltbankkrise, die unvermeidbar auch in Deutschland Wirkungen zeige, und rühmen uns auch noch des starken staatlichen (erste Säule, Sparkassen und Landesbanken) und halbstaatlichen (zweite genossenschaftsrechtliche Säule, Volks- und Raiffeisenbanken) deutschen Bankensystems, das uns vor allzu krassen Auswirkungen der angeblich vor allem die dritte Säule (private Banken) betreffenden Weltkrise schützen würde. Eine abenteuerliche Sicht, denn bislang wurde zutiefst nur die erste Säule getroffen, im vergangenen Jahr mit der IKB (Tochter der KfW) und der sächsischen Landesbank (Interventionsbedarf ca. 20 Milliarden €), zwischendurch all den Milliarden, mal in dieser und jener Landesbank abgeschrieben oder nachgeschossen wie seit je (NRW Landesbank, Berliner Landesbank), nunmehr mit der Bayern LB und der Postbank (wenn auch die Post, mehrheitlich noch der Bund, nachschießt) und selbst die Katastrophe der Hypo Real Estate nahm ihren Lauf bei der DEPFA, über Jahrzehnte dem Bund gehörend und gerade erst privatisiert. Und augenblicklich starren wir gebannt auf die 23 Milliarden €, die von deutschen Banken in Island (der Insel einzige Großfinanziers) verloren wurden und wovon wir bislang nur 1,6 bei der Bayern LB wissen. Wen der staatlichen und halbstaatlichen Säulen wird es nun treffen? Steinbrück hofft: die Privaten, damit diese endlich bei ihm angekrochen kommen.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Wider des Staates usurpierter Allmacht

Wehrt Euch!

Es ist schon lange wieder soweit: wer in Freiheit leben will, muss als Erstes dem Staat misstrauen. Dieses Misstrauen müssen unsere Kinder schon mit der Muttermilch einsaugen, nur so werden sie in einer von Gerechtigkeitswahn und Gleichheitspsychose geprägten Welt lebensfähig. Der Staat tritt auf mit Gottes ehemaligen Anspruch auf Allmacht. Wo aber Allmacht herrscht, kann kein Raum für Individuen sein, da gibt es nur der Allmacht Unterworfene. Gottes Allmacht wurde stets göttliche Gerechtigkeit unterstellt, die gegen jeden Einzelnen sich entfaltet. So wäre Allmacht in der Tat erträglich. Aber in Wirklichkeit kann so etwas nicht funktionieren, denn es gibt keine jedem gegenüber obwaltende aus sich verständliche Gerechtigkeit in unserer Welt. Sie würde sich gegenseitig aufheben und in Nichts auflösen, würde man sie wirklich praktizieren. Nicht anderes verhält es sich mit der Gleichheit. Auch sie gibt es nicht, die Menschen sind nicht gleich. Gerechtigkeit und Gleichheit sind Schemen, deren wir uns bedienen, um bestimmte Festlegungen zu treffen und zu verkaufen. Gäbe es Gerechtigkeit, dann würde sie für jeden gelten, an jedem Ort und zu jeder Zeit. Tatsächlich aber erweist sich die Gerechtigkeit des Einen immer als die Ungerechtigkeit des anderen. Der Eine beruft sich auf sie, um die Ungerechtigkeit, die dem anderen zugefügt wird, mit ihr zu verhüllen. Das Gleiche wir dem Ungleichen gegenüber postuliert, um die Ungleichheit zu verbergen. So werden Gerechtigkeit und Gleichheit zu einer Waffe in den Händen Weniger, andere zu beherrschen, die sich ansonsten ihnen nicht beugen würden. Heute geschieht dies alles in staatlichen Formen kollektivistischer Zwangsveranstaltung. Die Macht der Wenigen als selbstberufene Auguren der von ihnen abhängig gemachten Mehrheit nimmt immer weiter zu, das System demokratischer Mehrheiten stützt sie, die Minderheit auszuplündern. Somit bleibt jedem, der sein Leben in die eigene Hand nehmen will, es selbst nach eigener Lust zu gestalten, nichts übrig, als subtil (noch nicht subversiv) den Staat in allen Formen seiner Erscheinung zu bekämpfen.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Euro-Absturz: Fakten holen Euro ein

Fehldeutung

Wenn man gewohnt ist, den Leuten nur das zu erzählen, was man beim Anschauen des eigenen Nabels entdeckt, kommen solche Berichte heraus. Gestern Nacht stürzte vor allem der Euro (auch dem Dollar gegenüber) in Asien ab. Er stand dort sogar vorübergehend bei fast 1,27. In der japanischen Wirtschaftspresse hieß es dazu, die Wirtschaftsnachrichten aus Europa seien deutlich schlechter als aus den USA, zudem fehle es den Europäer politisch an Anpassungsfähigkeit. Die USA gelten als weitaus besser gewappnet, die Krise zu überstehen. Das meinen auch die Amerikaner. Nur die Europäer sonnen sich im selbstgemachten Lob. Dabei müsste eigentlich jedem auffallen, dass etwa das Finanz-Rettungspaket der EU-Länder fast dreimal so hoch ist wie das der Amerikaner. Aber in unruhigen Zeiten haben nicht nur Lügen, sondern auch Fehlinformationen kurze Beine. Der Euro steht bald bei USD 1,20, was eigentlich einer vernünftigen Währungsparität gleichkommt, und die Europäer leiden unter dem teuren Öl, da wegen der Steigung des Dollars sich das Öl trotz fallender Preise nicht verbilligt. Unsere Exportchancen sind wegen des niedrigeren Euros gestiegen, aber in der Weltwirtschaftskrise fehlt es an Käufern. Steinbrück rüpelt indessen unter Beifall der Sozialisten aller Parteien als internationaler Finanzhooligan herum, sagt euch Max Stirner alias Caspar

Steinbrücks Steuerfaschismus

Steinbrück ist der Jubel des SPD-Parteitages als Retter in der Krise ersichtlich zu Kopf gestiegen. Dabei haben weder er noch Merkel irgendetwas gerettet. Nach Wochen vollkommener Uneinsichtigkeit (Steinbrück: die Finanzkrise berührt nicht unsere Banken; Merkel: die Probleme müssen dort gelöst werden, wie sie entstanden sind, in den USA) gerieten sie in den Sog von Gordon Browns Not-Plan und setzten gleich nahezu die gleiche Summe wie die drei- bis viermal so große Volkswirtschaft USA- nachdem Merkel gleichsam en passant zuvor noch rasch eine Mehrfaches des Jahreseinkommens der deutschen Volkswirtschaft zur Sicherung sämtlicher Bankeinlagen verwettet hatte. Weder Steinbrück noch Merkel handelten dabei aus Kenntnis, sondern in Panik und müssten sie Eventualverbindlichkeiten bilanzieren, dann sollte ihnen recht schummerig werden. Denn ihre Rettung besteht in nichts anderem, als dass sie das gesamte Volksvermögen gegen die Krise gesetzt haben. Man kann dies auch als volkswirtschaftlichen Offenbarungseid bezeichnen, den die Finanzpolitiker gemeinsam leisten mussten. Steinbrück indessen, den Vorgang ersichtlich nicht begreifend, springt ob der erfolgreich gegebenen Offenbarungsversicherung mit geschwellter Brust auf die internationale Bühne und beschimpft diejenigen, die sich seiner Vision von einem europäischen Steuerzuchthaus widersetzen, ähnlich wie Sarkozy gleich die gesamte Wirtschaft einem von so erfolgreichen Politkern wie sie geleiteten Staatsfond unterstellen möchte.

Montag, 18. August 2008

Alleinbefriedigungsanspruch anständiger Frauen

Es gibt eine breite Front gegen die Prostitution der Frauen, die im Wesentlichen von anderen Frauen getragen wird. Dort werden mit dem Hinweis auf Zwangsprostitution alle anderen Prostituierten, die es freiwillig und manche auch mit Lust tun, diffamiert. Marktwirtschaftlich ist das ein vernünftiges Verhalten der anständigen Frauen, hängt deren Macht über die Männer doch von ihrer eigenen Bereitschaft zum Sex und der Möglichkeit der Männer, bei den Frauen Befriedigung zu erlangen, ab. Deswegen verknappen die Frauen über Treuepflichten und ähnliche syndikalen und kartellähnlichen Beschränkungen die Ware (Sex) – um sie so in ihrem Wert für die Männer zu steigern. Prostitution wirkt dabei wie ein Kartell- und Preisbrecher und gefährdet die Hochpreispolitik der so genannten anständigen Frauen. Deswegen verteufeln diese die Prostitution, denn diese macht die Männer weniger abhängig von dem weiblichen Alleinbefriedungsanspruch.

Samstag, 14. Juni 2008

Verfassungen gehören nicht vor's Volk

Iren lehnen EU-Vertrags-Änderungen ab:
Es ist eben ein Quatsch, das Volk über Dinge abstimmen zu lassen, von denen es nichts versteht. Verfassungen können nur vorgegeben werden, das sind Ordnungen, die zu schaffen die meisten Menschen schlicht zu blöde sind. Das Wesentliche einer Verfassung ist ein Kompromiss zwischen den Interessen aller, nicht nur die der Mehrheit. Allein dieses Prinzip kapiert die Mehrheit nicht. Lasst die Leute über so wichtige Dinge wie nationale Fussballtrainer abstimmen, aber bitte nicht über Verfassungen.